Politische Bildung am Gymnasium Höchstadt – Fundiertes Wählen leicht gemacht!

 

Bei der Bundestagswahl 2021 wird es in Deutschland ca. 2,8 Millionen Erstwählerinnen und Erstwähler geben. Für die Parteien kommt also eine neue, große und vielfach umworbene Zielgruppe hinzu. Um die Voraussetzung zu einer kritischen und reflektierten Stimmabgabe der jungen Wählerinnen und Wähler am Gymnasium Höchstadt zu ermöglichen, bereiteten die Kurse Sk1, Sk3 und Sk4 unter der Leitung der Politiklehrer Herrn Biedermann und Herrn Spörlein gegen Ende des Schuljahres im Sozialkundeunterricht „ihre“ erste Bundestagswahl vor.

Die Grundlage bildete eine Vertiefung des Sozialkundestoffs der Mittelstufe zum Wahlsystem des Deutschen Bundestags. Dabei diskutierten die Schülerinnen und Schüler auch die aktuelle Debatte über eine Reform des Wahlrechts und die Aufblähung des Bundestags durch Überhang- und Ausgleichsmandate.

Den größten Teil der Sequenz gestalteten die Schülerinnen und Schüler selbst mit Präsentationen der wichtigsten Wahlkampfthemen. Dabei werteten sie Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien zu den jeweiligen Streitpunkten aus und verglichen sie im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Gegensätze. Die Oberstufenkurse erlangten die Erkenntnis, dass sich ein Blick in die Wahlprogramme – und damit eine echte inhaltliche Auseinandersetzung – lohnt und Unterschiede vor allem in den Details stecken.

Da der Einfluss der Sozialen Medien bei der Wahlentscheidung der jungen Generation elementar ist, setzten sich die Schülerinnen und Schüler schließlich mit den Mechanismen und der Enttarnung von online-Manipulation, Social Bots und Fake News auseinander.

Interessiert und engagiert erarbeiteten die Höchstadter Erstwählerinnen und Erstwähler eine fundierte theoretische Basis, um eine eigene und unabhängige Wahlentscheidung am 26. September auf eine fundierte theoretische Basis zu stellen.

Moritz Biedermann und Philipp Spörlein