Physikunterricht am Puls der Zeit:
Ein „Quantensprung“ für das Gymnasium Höchstadt dank der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung
Physikunterricht am Puls der Zeit:
Ein „Quantensprung“ für das Gymnasium Höchstadt dank der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung
Der Einzug in unseren Neubau war für die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Höchstadt ein Meilenstein. Doch ein Gebäude allein macht noch keinen modernen Unterricht – es ist die Ausstattung, die den Räumen Leben einhaucht. Dank der großzügigen Unterstützung der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung in Höhe von fast 30.000 € konnte die Physiksammlung nochmals deutlich modernisiert werden.
Innovation durch Förderung
Im Rahmen der Ausschreibung zum Förderprogramm „Moderner, kontextbezogener Physikunterricht“ konnte unser Gymnasium die Stiftung mit einem schlüssigen pädagogischen Konzept überzeugen. Ziel des Programms ist es, den regulären Physikunterricht attraktiver und lebensnaher zu gestalten. Für unsere Schülerinnen und Schüler bedeutet das: Physik ist kein abstraktes Formelspiel, sondern wird durch eigenes Experimentieren greifbar. Pünktlich zum neuen Kalenderjahr konnten die neuen Physikräume in Betrieb genommen werden und die Schulgemeinschaft auch von der modernisierten Physiksammlung profitieren.
Digitale Präzision und moderne Schülerexperimente
Ein Herzstück der Neuanschaffungen sind moderne Schülerexperimentierkästen und die digitalen Messwerterfassungssysteme der Firma PASCO. Diese Geräte ermöglichen es, Daten in Echtzeit zu erfassen und direkt auf digitalen Endgeräten auszuwerten.
Das Beste daran: Diese Technik verzahnt sich perfekt mit unserer Ausstattung aus dem Projekt „Digitale Schule der Zukunft“. Unsere Schülerinnen und Schüler können nun ihre Tablets nutzen, um hochpräzise Messreihen durchzuführen, diese sofort grafisch darzustellen und wissenschaftlich fundiert zu analysieren.

Messwerterfassung mit PASCO-Sensoren.

Von der Quantenphysik bis zur Röntgentechnik
Auch für die Oberstufe wurden Investitionen getätigt, die bisher so nicht möglich gewesen wären:
- Quantenphysik zum Anfassen: Die rätselhaften Phänomene der Quantenphysik muten oft sehr theoretisch an und lassen sich nur schwer experimentell in der Schule untersuchen. Durch Materialien zum Selbstbau von Schülerexperimenten können sogenannte Michelson-Interferometer gebaut werden, mit denen die Schüler experimentieren können und die Quantenmechanik greifbar machen können.
- Optimierte Röntgentechnik: Unsere bestehende Röntgenröhre wurde durch neue Bauteile ergänzt. Damit können nun im Unterricht wesentlich detailliertere und gewinnbringendere Versuche durchgeführt werden – ein unschätzbarer Vorteil für das Verständnis von Atom- und Kernphysik.

Eines der selbstgebauten Michelson-Interferometer.

Ein herzliches Dankeschön
Die Möglichkeiten, die uns durch diese Förderung eröffnet wurden, motivieren nicht nur die Lernenden, sondern freuen auch uns Lehrkräfte besonders.
Wir möchten uns daher auf diesem Wege ganz herzlich bei der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung bedanken. Ohne das außergewöhnliche Programm wäre eine solche Modernisierung in diesem Umfang nicht realisierbar gewesen. Die Stiftung leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur MINT-Förderung und zur Ausbildung der Ingenieure und Naturwissenschaftler von morgen hier in Höchstadt.
Tobias Kanzler für die Fachschaft Physik

Ein Spektrum, welches mit den neu angeschafften Spektroskopen aufgenommen wurde.