„Aischtalstörche“ des Gymnasiums präsentieren ihre Technik-Projekte im Deutschen Museum

„Aischtalstörche“ des Gymnasiums präsentieren ihre Technik-Projekte im Deutschen Museum

Stadt Höchstadt fördert Technikbildung

Seit rd. 10 Jahren sind die Technik-Schüler des Höchstadter Gymnasiums vom Deutschen Museum (München) und dem Luftsportverband Bayern (LVB) eingeladen ihre Projekte der oberbayerischen Öffentlichkeit in der Flugwerft Schleißheim zu präsentieren. Dieses Jahr standen zwei Geburtstage im Mittelpunkt: Der Flugplatz Schleißheim feierte seinen 110. Geburtstag und die erweiterte Flugwerft ihren 30. Die Flugwerft wurde 1992 als Außenstelle des Deutschen Museums mit der politischen Unterstützung des begeisterten Privatpiloten und Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß eröffnet. Eine sinnvolle Investition, da seither rund 3,5 Millionen Besucher gezählt wurden. Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums, erinnerte in seiner Geburtstagsrede an die Entstehungsgeschichte und den Erfolg.

Die Höchstadter Gymnasiasten (Spitzname „Aischtalstörche“), die im Wahlfach „Technisches ExperiMINTieren“ Grundlagen aus dem Biologie-, Physik- und Informatikunterricht anwenden, präsentierten ihre Modell-Projekte in der historischen Flugwerfthalle. Darunter die inzwischen berühmten Wasser-Luftdruck-Raketen, den Elektrofesselflug einer Transall, die im Tiefflug Lebensmittel-Paletten in Entwicklungsländern abwerfen konnte, und den superleichten Mini- Nurflügler, einen Nachbau des tropischen Zanonia-Samens, der fantastische Flugeigenschaften aufweist. Es machte den Höchstadtern viel Freude jugendlichen Besuchern diese Kombination von Biologie und Technik, Bionik, zu demonstrieren.

Unter den vielen Besuchern war auch der in Franken aus dem bayerischen Fernsehen („Stammtisch“) bekannte Direktor des Museums, Prof Heckl. Er erinnerte sich an seine Schülerzeit im Neumarkter Willibald Gluck-Gymnasium, wo er auch von Lehrern gefördert wurde. Heckl zeigte sich auch von den ausgestellten Höchstadter Makeathon-Projekten, die in Kooperation mit der Deutschen Internationalen Schule Washington entwickelt wurden, sehr beeindruckt. Die Wasser-Luftdruck-Raketen („Habe ich im Kofferraum….“) verwendet er ebenso, um Jugendlichen Naturgesetze zu demonstrieren.

Wegen des schlechten Wetters war der Flugbetrieb am Flugfeld sehr eingeschränkt. Lediglich die Quadrocopter – Renndrohnen überzeugten mit ihren Flugkünsten.

Die Resonanz der Höchstadter Schüler*innen war recht positiv. Erstmalig nahmen auch zwei Mädchen teil. Natalia hat viel Spannendes und teilweise auch Lustiges erlebt. Besonders schön fand sie, dass alle sich gegenseitig geholfen haben. Franziska fand die Atmosphäre auch sehr angenehm und würde jederzeit wieder an dem Wochenende mitmachen.

Die Leitung und Verantwortung für die Exkursion von Franken nach Oberbayern hatten die Gymnasiallehrer Achim Engelhardt und Tobias Kanzler inne. Sie betonten das großartige Verhalten der Schüler, die kooperative Einstellung des Deutschen Museums, allen voran mit dem Verantwortlichen der Flugwerft Holger Franz, die Unterstützung des LVB sowie der Stadt Höchstadt. Der Besuch der Aischtalstörche im nächsten Jahr ist schon fest eingeplant.

Text, Fotos: Klaus Strienz

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