Deutsch

"Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste."

Heinrich Heine

In verschiedenen Jahrgangsstufen werden Theaterfahrten (z.B. nach Bamberg in das ETA Hoffmann Theater, in das Schauspiel Erlangen) angeboten. Diese Ausflüge bieten den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Literatur auf lebendige Weise zu erleben und ihre Freude am Lesen sowie ihr kulturelles Verständnis weiterzuentwickeln.

 

Unsere Schülerzeitung „Spektaculum“ hat schon eine lange Tradition an unserer Schule. Aktuell besteht unsere Redaktion unter der Leitung von Frau Hoffmann aus ca. 20 Redakteuren und 5 freien Mitarbeitern. Willkommen sind alle Schüler und Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen 5-13, die kreativ sind und Spaß am Schreiben haben. Wir treffen uns immer freitags um 13.00 Uhr im Computerraum P001, wo wir recherchieren, schreiben und layouten.

 

Unsere Schülerzeitung beinhaltet interessante Berichte rund um die Schulfamilie, spannende Hintergrundinfos, Rätsel zur Unterhaltung sowie längere Reportagen zu aktuellen Themen. Neben den journalistischen Tätigkeiten unternehmen wir aber auch Ausflüge, wie zum Beispiel in die Redaktion und das Druckhaus der Mediengruppe Oberfranken nach Bamberg, in die Stadtbücherei nach Höchstadt oder ins Jugendzentrum. Durch verschiedene Workshops, beispielsweise über Fake News, bilden wir uns überdies weiter.

 

Die „Spektaculum“ erscheint in der Regel einmal jährlich zum Schulfest. Gibt es besondere Highlights (z. B. das Antenne Bayern Schulhofkonzert), bringen wir auch einmal eine Sonderausgabe heraus.

 

Carmen Hoffmann

 

Wenn es mucksmäuschenstill wird, Seiten rascheln und mit den ersten Worten ganze Welten entstehen, dann ist wieder Vorlesewettbewerb an unserer Schule. Dabei verwandeln unsere Schülerinnen und Schüler das Publikum mit ihren Stimmen in Kinobesucher – nur eben ohne Leinwand, dafür mit umso mehr Fantasie.

 

In allen fünften Klassen wird zunächst intern gelesen, geübt und mitgefiebert. Jede Klasse ermittelt eine Klassensiegerin bzw. einen Klassensieger – insgesamt also sieben starke Vorlesetalente, die sich durch Lesetechnik, Textverständnis und Ausdruckskraft besonders hervorgetan haben.

Mit ihren selbst gewählten Büchern im Gepäck treten sie schließlich im Juli beim Schulwettbewerb gegeneinander an. Die Aula wird zur Bühne, das Publikum zum gespannten Zuhörerraum.

 

Der Wettbewerb besteht aus zwei anspruchsvollen Runden:

 

1. Runde: Der vorbereitete Text

Zunächst präsentieren die Teilnehmenden einen selbst ausgewählten Textauszug. Ob spannend, lustig, geheimnisvoll oder abenteuerlich – die Bandbreite der Geschichten ist immer beeindruckend. Hier zeigte sich, wie sicher die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Text umgehen können: Betonung, Lesetempo, Stimmführung und lebendige Gestaltung entscheiden darüber, wie plastisch die Figuren und Szenen vor dem inneren Auge des Publikums entstehen.

 

2. Runde: Der Fremdtext

In der zweiten Runde wird es noch einmal besonders spannend: Nun gilt es, einen unbekannten Text vorzulesen. Eine echte Herausforderung, da hier ohne Vorbereitung gelesen werden muss.
Gerade in dieser Runde zeigt sich, wer auch spontan Sinnabschnitte erkennt, wörtliche Rede sicher gestaltet und selbst schwierige Passagen souverän meistert.

 

Die Jury macht es sich nicht leicht, beim Können der Talente zu entscheiden, wer letztendlich als Siegerin oder Sieger aus dem Schulentscheid hervorgeht. Denn die meisten Klassensieger schaffen es immer eindrucksvoll mit klarer Artikulation, einem sicheren Lesefluss sowie einer mitreißenden Interpretation sowohl die Jury als auch die jungen Zuhörer zu überzeugen.

Die Schulsiegerin bzw. der Schulsieger vertritt dann unsere Schule beim Regionalwettbewerb in Erlangen, um sich der starken Konkurrenz aus anderen Schulen zu stellen und einmal mehr zu beweisen, wie viel Talent und Freude am Lesen in Kindern steckt.

 

Der Vorlesewettbewerb zeigt jedes Jahr aufs Neue: Bücher sind alles andere als still. Richtig vorgelesen werden sie zum „Kino für die Ohren“ – voller Spannung, Humor und Gefühl.

 

Wir freuen uns schon jetzt auf das Schuljahresende – wenn es wieder heißt: Bühne frei für unsere Leserinnen und Leser!

Auf den Spuren Goethes und Schillers wandeln die Schüler der Q12 jedes Jahr am Projektwandertag in Weimar, dem geistigen Zentrum der Epoche „Weimarer Klassik“. Dabei lernen sie die Literaturhauptstadt als beschauliche Kleinstadt im Herzen Thüringens kennen. Je nach Verfügbarkeit sind die Wohnhäuser Schillers und Goethes wichtige Eckpunkte des Besuchsprogramms. Dabei soll allerdings der Kontakt mit der Stadt nicht bei musealen Erlebnissen enden. Besonders bei schönem Wetter vermittelt und erklärt ein Spaziergang durch den Park an der Ilm hin zu Goethes Gartenhaus die intensive Verbundenheit des Dichters mit der Natur. Bei der Führung „Phönix aus der Asche“ tauchen die SchülerInnen ortsnah in die Vergangenheit ein und erfahren den Ursprung Weimars als kulturelles Zentrum weit über die Literatur hinaus.

 

 

Debattenwettbewerb der 9. Klassen – oder: Debattieren, was bringt das?

Das Debattieren hat am bayerischen Gymnasium einen hohen Stellenwert. Es ist fest im Lehrplan verankert, um freies Sprechen, Argumentationsvermögen, Medienkompetenz und demokratisches Grundverständnis zu fördern. Soweit die Theorie… Aber was bringt das Ganze für die Praxis?

Am Gymnasium Höchstadt wird neben der mündlichen Schulaufgabenform „Debatte“ der neunten Klassen im Fach Deutsch ein klassenübergreifender Debattenwettbewerb durchgeführt, der nach Regeln von „Jugend debattiert“ stattfindet.

Bei diesen Debatten wird in einer Hinrunde, einer Rückrunde und einem Finale versucht, mit Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft die zu vertretende Seite einer „Streitfrage“ bestmöglich darzustellen. Dabei wird kurz vor dem Wettbewerb ausgelost, wer welche Position vertreten muss. Man darf also nicht unbedingt für seine eigene Überzeugung einstehen, sondern es kann sein, dass man beim Debattieren Argumente der „anderen Seite“ aufzeigen muss. Dementsprechend bereitet man im Vorfeld beide Seiten der Streitfrage vor – und muss dann geistig flexibel sein, um überzeugen zu können.

In einer solchen Debatte gibt es daher vier Redner, die die Positionen Pro 1, Pro 2, Contra 1 und Contra 2 vertreten, wobei über alle möglichen Themen debattiert werden kann, wie etwa: „Soll an bayerischen Gymnasien der Unterricht erst um 9:00 Uhr beginnen?“. Rede und Gegenrede wechseln einander ab. Genau so also, wie ein „Streitgespräch“ unter zivilisierten Menschen ablaufen sollte: man lässt den anderen ausreden, greift dessen Argumentation auf, versucht zu überzeugen und lenkt aber auch gegebenenfalls ein. Und genau hierin liegt der Bezug zur Praxis: wenn wir Schüler im Debattieren bestens geschult sind, überzeugen wir vielleicht bei der einen oder anderen Streitfrage unsere Eltern… 😉

 

 

 

 

 

Quelle der Bilder: „Hertie-Stiftung/Jugend debattiert“

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