Informatikunterricht mal anders: Exkursion ins BayernLab Forchheim
Mitte Juli 2026 hatten wir erneut die Möglichkeit, mit zwei 9. Klassen das BayernLab Forchheim zu besuchen. Dieses „offene Zentrum der digitalen Bildung“ ist eines von 13 solcher Einrichtungen des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, welches dazu einlädt, verschiedenste Themen der digitalen Welt durch „Anschauen – anfassen – ausprobieren“ zu entdecken.
Daueraustellung: Vermessung, 3D-Druck, Robotik und Augmented/ Virtual Reality
Direkt zu Beginn erhielten wir einen Einblick in manche Arbeitsbereiche des Vermessungsamtes und in den im Internet frei zugänglichen „BayernAtlas“, wo wir z.B. alle hochwassergefährdeten Gebiete Höchstadts oder auch historische Stadtkarten entdecken konnten – ein echter Geheimtipp für manche Geographie- oder Geschichtsreferate.
Wir lernten auch die wichtigsten Basics zum 3D-Druck und konnten uns von den vielseitigen Möglichkeiten durch verschiedenste Exponate überzeugen. Dass 3D-Druck aber nicht nur Kreativität und Spielerei ermöglicht, sondern auch Ressourcenschonung und Kostensenkungen, zeigte ein Beispiel aus dem Vermessungsamt, wo mit nur wenig Aufwand und Kosten kleine Ersatzteile für teure Gerätschaften gedruckt werden können, ohne die früher das komplette Messwerkzeug hätte entsorgt und neu beschafft werden müssen.
Beeindruckend war auch die Begegnung mit dem humanoiden Roboter „NAO“. Der kleine Kerl bewies nicht nur Talent für unterhaltsamen Smalltalk, sondern legte für uns sogar eine Tanzeinlage hin. Ebenso hatten die Schülerinnen und Schüler ihre Freude dabei, mithilfe einer VR-Brille in täuschend echte Welten einzutauchen oder sich am AR-Sandkasten auszutoben.
KI im Fokus
Im interaktiven Vortrag zum Thema Künstliche Intelligenz testeten wir unser Wissen über die Funktionsweise, aber auch den Energieverbrauch von KI per Handyabstimmung. Wir durften auch über unsere eigenes „Fake News“ im täuschend echten Design einer BR24-Eilmeldung mitgestalten (leider sind die Ferien ab jetzt nicht 2 Monate lang…) und erhielten dadurch nicht nur ein eindrückliches Beispiel dafür, wie kritisch man Medieninhalte heutzutage hinterfragen muss, sondern wurden auch über strafrechtliche Folgen eines solchen „Scherzes“ aufgeklärt. Zum Abschluss erstellte die Gruppe noch per Mehrheitsvotum einen in Sekundenschnelle generierten Techno-Song für das Gymnasium Höchstadt.
Das Highlight: Der LEGO-Robotik-Workshop
Für die meisten Teilnehmer war der LEGO-Robotik-Workshop das absolute Highlight. Hier konnten alle „Maschinenbauer“ ihre Kreativität voll ausleben und mittels blockbasierter Programmierung die kleinen Roboter zum Leben erwecken. Dabei konnten unsere Schülerinnen und Schüler die verschiedensten vorgegebenen Challenges meistern und sich auch an ganz eigenen Programmideen ausprobieren.
Wir hatten wieder einen unterhaltsamen und lehrreichen Vormittag -ein herzliches Dankeschön an das Team des BayernLabs!