Englandaustausch 2026 – Tagebuch einer Schülerin

  1. März

Nachdem wir uns von unseren Eltern verabschiedet hatten, sind wir um 6:30 Uhr mit dem Bus losgefahren. Die etwa neunstündige Fahrt bis zum Hafen verging schneller als erwartet. Alle zwei Stunden legten wir kurze Pausen ein, mittags eine längere. Trotz der „analogen Pausen“, die unsere Begleitlehrkräfte Frau Rogers, Herr Haßfurther und Herr Dürr uns auferlegten, kam während der langen Fahrt kaum, da wir uns unterhielten oder gemeinsam Spiele spielten.

Auf der Fähre brachten wir zunächst unser Gepäck in die klitzekleinen 4er-Kabinen und verbrachten anschließend Zeit an Deck. Dort spielten wir noch einige Runden „Werwolf“, bevor wir in unseren Kojen schlafen gingen.

  1. März

Wegen der Zeitverschiebung weiß keiner so genau, ob wir gegen 6 Uhr oder 7 Uhr morgens in Hull ankamen. Unser erster Zwischenstopp auf englischem Boden fand in der schnuckeligen Stadt York statt. Ehemalige Englandfahrer, die mittlerweile in Klasse 10 sind, hatten eine Schnitzeljagd für uns ausgearbeitet und die machten wir voller Elan. Manche von uns probierten auch typisch englisches Essen: scones, fish and chips oder sogar cream tea.

Und dann machten wir uns auf den Weg nach Weaverham. Die Aufregung wuchs, schließlich würden ja dort unsere Austauschpartner kennenlernen. Aber es verlief sehr herzlich, und ich verstand mich sofort gut mit meiner Austauschpartnerin.

Gemeinsam fuhren wir zu ihrer Familie nach Hause – der Linksverkehr war zunächst ungewohnt. Dort zeigte sie mir mein Zimmer, und ich richtete mich kurz ein. Anschließend gingen wir gemeinsam mit der Familie zum Abendessen. Wir unterhielten uns, um uns besser kennenzulernen, und mein erster Eindruck war durchweg positiv: Die Familie war sehr freundlich und offen. Nach dem Essen sahen wir noch gemeinsam fern und gingen anschließend relativ früh schlafen.

  1. März

Am nächsten Morgen wachte ich bereits vor dem Wecker auf. Durch die Zeitverschiebung und den späteren Schulbeginn war ich es nicht gewohnt, so lange zu schlafen – das passierte mir in dieser Woche noch häufiger.

In der Schule trafen wir uns zunächst im Deutschklassenzimmer, wo uns die Schulleiterin begrüßte. Anschließend nahmen wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnern am Unterricht teil. Mein Stundenplan begann mit „Form“ (einer kurzen Anwesenheitskontrolle), gefolgt von einer „Assembly“. Später hatten wir noch Sportunterricht; währenddessen nahm meine Austauschpartnerin am Gesangsunterricht teil, an dem ich nicht teilnehmen konnte. Die anderen Schülerinnen und Schüler nahmen mich jedoch freundlich auf und halfen mir, mich zurechtzufinden.

Der Schultag dauerte bis 15:00 Uhr und war damit länger als gewohnt. Nach der Schule gingen wir noch einkaufen, und ich konnte mir einige Lebensmittel für mein Mittagessen in den kommenden Tagen aussuchen.

  1. März

Am Donnerstag unternahmen wir einen Ausflug nach Liverpool. Zunächst besichtigten wir eine Kathedrale, deren Dach wir ebenfalls betreten konnten – der Ausblick war beeindruckend. Anschließend führte uns ein Lehrer aus Weaverham durch die Stadt und vermittelte interessante Einblicke in die Geschichte Liverpools sowie bedeutende Sehenswürdigkeiten.

Zum Abschluss hatten wir Zeit zur freien Verfügung in der Einkaufszone. In kleinen Gruppen erkundeten wir die Umgebung und trafen uns später am „Upside Down House“ wieder. Am Nachmittag kehrten wir mit dem Bus zu unseren Gastfamilien zurück.

  1. März

An diesem Tag mussten wir etwas früher aufstehen, was mir jedoch nicht schwerfiel, da ich ohnehin wieder vor dem Wecker wach war. Gemeinsam mit den englischen Schülerinnen und Schülern fuhren wir in den Freizeitpark Alton Towers. Einige von ihnen kannten sich dort bereits gut aus.

Da meine Austauschpartnerin keine Achterbahnen mochte, verbrachten wir den Tag in unterschiedlichen Gruppen. Ich nutzte die Gelegenheit und fuhr mit mehreren Achterbahnen; besonders beeindruckt hat mich „The Smiler“ mit seinen zahlreichen Loopings.

Am Ende des Tages waren wir alle erschöpft. Das Wochenende verbrachten wir anschließend individuell in unseren Gastfamilien.

  1. und 22. März

Am Samstag konnten wir ausschlafen, was ich gerne nutzte. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Chester, wo wir eine Bootsfahrt unternahmen. Anschließend kauften wir uns etwas zu essen und verbrachten Zeit in einem Park.

Danach gingen meine Austauschpartnerin und ich gemeinsam in ein Einkaufszentrum, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Am Abend sahen wir noch einen Film und gingen anschließend schlafen.

Der Sonntag verlief zunächst ähnlich. Zum Mittagessen besuchten wir ein typisch englisches Pub, in dem es uns sehr gut schmeckte. Am Abend packte ich bereits meine Sachen für die Abreise am nächsten Tag.

  1. und 24. März

Am Montagvormittag nahmen wir noch an den ersten beiden Unterrichtsstunden teil, bevor wir uns von unseren Austauschpartnern verabschiedeten. Nachdem das Gepäck verstaut war und alle Abschiede erfolgt waren, traten wir die Rückreise an.

Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp in einem Einkaufszentrum ein, wo wir erneut etwas Freizeit hatten. Auf der Fähre verbrachten wir die Zeit gemeinsam mit Spielen, bevor wir schlafen gingen.

Am nächsten Morgen setzten wir die Busfahrt fort. Da ich auf der Fähre spät eingeschlafen war, nutzte ich die Zeit im Bus, um noch etwas zu schlafen.

Obwohl der Austausch eine sehr schöne Erfahrung war, freute ich mich auch darauf, wieder nach Hause zu kommen und meine Familie zu sehen. Als wir um 19:23 Uhr ankamen, wurden wir bereits von unseren Eltern erwartet.

Maya Kessler

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