„Die Tonleiter“ – Ein Gemeinschaftswerk von Marla Nücker,

Kay Baumgartner, Paul Rödl und Jonas Weber

Im Rahmen des Semesterthemas Objektkunst setzten sich die Schüler und Schülerinnen des Kunstkurses bei Frau Lori intensiv mit dieser seit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten Kunstform, die Alltagsgegenstände, Fundstücke oder industrielle Materialien zu Kunstwerken erklärte und formte, auseinander. Die dabei aufgelöste Trennung von Kunst und Alltag, oft mit ironischer und gesellschaftskritischer Absicht, floss dabei auch in die eigene künstlerische Praxis der Lernenden ein.

Innerhalb der zahlreichen interessanten und mehr als ansprechenden Arbeiten des Kurses ist ein Objekt besonders hervorzuheben: „Die Tonleiter“. Hierfür nahmen sich 4 Schüler und Schülerinnen des Kurses der Aufgabe an, das seit längerer Zeit im Besitz der Fachschaft Kunst befindliche und unwiderruflich verstimmte Klavier umzugestalten. Das Konzept der „Tonleiter“ von Marla Nücker konnte sich gegen die anderen Ideen durchsetzen und wurde schließlich von allen vier Lernenden umgesetzt. Von nun an wird es in der Lernbibliothek stehen und noch viele Schülergenerationen zum Nachdenken anregen.

 

„Die Tonleiter ist zwar erstmal nur aus einem Wortwitz entstanden, aber sie zeigt auch wie es ist, wenn man neue Fähigkeiten lernen oder auch andere Ziele erreichen will. Oben im Spiegel am Ende der Leiter kann man sich selbst sehen, doch dadurch, dass die Leiter durch das Klavier geht, ist der eigentliche Verlauf der Leiter nicht einsehbar. Der Weg mag zwar geradlinig erscheinen, aber eigentlich weiß man gar nicht, was es braucht, um dorthin zu kommen. So verhält es sich auch, wenn man etwas Neues lernt. Man kann sich ausmalen, wie es am Ende wäre. Den Weg, der vielleicht auch Rückschritte enthält, Abzweigungen bietet und auch mal im Kreis führt, sieht man in seiner Vorstellung nicht.“

 

Marla Nücker

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