Archäologische Prospektion des P-Seminars Geschichte im Engelgarten

Archäologische Prospektion des P-Seminars Geschichte im Engelgarten

Auch Höchstadt besitzt eine historische Altstadt. Bauwerke wie das alte Schloss, das Stadttor oder die Stadtmauer können bis in die Zeit des Mittelalters zurückdatiert werden. 

 

Das P-Seminar „Stadtarchäologie“ beschäftigt sich mit einem Bauwerk aus dieser Zeit, nur eben keinem heute erhaltenen mehr, sondern mit einem vor langer Zeit abgebrochenen Stadtturm, dem sog. „Zwickturm“. Das Spannende an diesem Turm ist, dass er sich genau in der Zwicke zwischen innerem und äußerem Mauerring befunden haben soll und diese wohl miteinander verbunden hat. 

Da dieser Turm heute nicht mehr zu sehen ist, hat es sich das P-Seminar unter der Leitung von Herrn Plätzer und unter Betreuung der Grabungsarchäologin Britta Ziegler von der Uni Bamberg zur Aufgabe gemacht, ihm durch eine Grabung seine Geheimnisse zu entlocken. 

 

Doch bevor die Grabung in den Pfingstferien gestartet werden kann, musste die im Engelgarten liegende Stelle, an der die Überreste des Turms vermutet werden, genauestens untersucht und vermessen, also prospektiert werden. Durch die Prospektion erhofft man sich schon im Vorfeld einer Grabung genauere Informationen über mutmaßlich im Boden befindliche Strukturen zu bekommen, damit durch die anschließende Grabung keine archäologischen Funde beschädigt oder gar zerstört werden. 

Ein solcher Blick in den Boden ist nur durch modernste Technik aus dem Bereich der Geoelektrik möglich, welche dem Seminar von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, genauer gesagt vom Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, zur Verfügung gestellt wurde. Somit konnte das Seminar vom 4. bis 6. März und noch einmal am 12. März ein 20×13 Meter großes Gebiet abstecken, geoelektrisch erfassen, parallel überirdisch vermessen und sich somit ein genaueres Bild der Situation für die eigentliche Ausgrabung in den Pfingstferien verschaffen. 

Gleichzeitig wurde die angrenzende Stadtmauer vermessen und fotografisch dokumentiert. Nach Entzerrung und Zusammensetzung der Bilder sollen die daraus entstandenen Pläne die Grundlage für die anschließende Mauersanierung durch die Stadt Höchstadt bilden.